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Digital Shaper 2020 «Infrastructure Builder» – eine Einordnung

Digital Shaper 2020 «Infrastructure Builder» – eine Einordnung

Seit fünf Jahren werden jeweils Personen als Digital Shaper ausgezeichnet, die die Digitalisierung der Schweiz und darüber hinaus massgeblich prägen und weitertreiben – diese Menschen sind sozusagen das Who-is-Who der digitalen Schweiz. Die Auszeichnung vergibt eine 12-köpfige Jury des Fachverbandes digitalswitzerland in Kooperation mit dem Wirtschaftsmagazin BILANZ, der Handelszeitung und der französisch-sprachigen Zeitung Le Temps aus Lausanne.

Digital Shapers sind sowohl in grossen Organi­sationen als auch in Start-ups tätig, sie machen etablierte Strukturen für das Digitalzeitalter fit, sie stellen die nötigen Rahmen­bedingungen der Digitalisierung sicher oder legen als Forscher und Autoren die Grundsteine für neue Technologien. Sie sind Pioniere, Datenbegeisterte und Visionäre, die alle Bereiche von Support-Ökosystemen für Start-ups über innovative Lösungen im Gesundheitswesen bis hin zu digitalen Tools zur Förderung von Bildung, Fertigung und Technologie abdecken.

Diese Macher und Denker verbindet eine gemeinsame Motivation, die Schweiz und die ganze Welt positiv zu beeinflussen.

Alle ausgezeichneten Digital Shaper 2020 für den Bereich „Infrastructure Builder“, Quelle: https://www.handelszeitung.ch/bilanz/infrastructure-builders

Clemens Maria Schuster, Mitgründer von politik.ch, ist als «Infrastructure Builder» ausgezeichnet, es werden die Rahmen­bedingungen der Digitalisierung sichergestellt: die Infrastruktur, die juristischen bzw. politischen Spielregeln, die Daten selbst und natürlich der grosse Bereich der Sicherheit. 

Mit der Plattform politik.ch haben wir zwei Dinge erreicht: Einerseits erbringt das Unternehmen erstmals den Beweis, dass offene Daten (“open data) bzw. konkreter offene Verwaltungsdaten (“open government data”) die Grundlage für ein erfolgreiches Geschäftsmodell sein können. Damit wird eine der grössten und bislang weitgehend ungenutzten Ressourcen – öffentliche, nicht personenbezogene Daten, die noch dazu bereits von der Allgemeinheit bezahlt wurden und damit uns allen gehören – sowohl für Regierungen als auch Verwaltungen als Rohstoff für Innovation und gesellschaftliche Entwicklung sicht- und spürbar.

Gleichzeitig bedeutet die Digitalisierung in der Politik aber auch weit mehr als digitale Kampagnen auf Facebook und Twitter-Diskussionen von Politiker*innen und Journalisten. Der politische Prozess ist weit umfangreicher und im Detail äusserst anspruchsvoll, komplex, langwierig und oft intransparent.

Genau dort setzt die Plattform politik.ch an: Wenn etwa neue Geschäfte in einem nationalen oder kantonalen Parlamenten eingereicht werden, wenn diese fertig zur Behandlung sind oder zur Abstimmung gelangen – ein Algorithmus überprüft die veröffentlichten Tagesordnungen und deren Veränderungen und benachrichtigt Kunden, die diese Themen abonniert haben. Die Daten selbst sind alle öffentlich, aber verstreut auf diversen Websites, oft in einem schlechten Zustand (ausgedruckte und wieder eingescannte PDFs) und hinter Login-Seiten versteckt. Hier schafft politik.ch per sofort Transparenz und Klarheit im politischen Prozess.

Weil die Plattform vollautomatisch und vollständig ist, garantiert sie den Kunden Rechtssicherheit, minimiert Risiken, spart Zeit und verschafft Vorsprung. Der Clou daran: Die Interpretation bleibt immer beim Kunden: So kann z.B. das neue CO2-Gesetz von einem Umweltverband und von einem Energiehersteller vollständig unterschiedlich interpretiert werden, die Daten sind dieselben, aber beide haben mehr Zeit, ihre Argumente zu positionieren. Damit profitieren am Ende alle Beteiligten am politischen Prozess: Politikerinnen und Abgeordnete, Unternehmen und NGOs, Verbände, Kammern und Interessenvertreter – und alle Bürgerinnen und Bürger.

Text der Laudatio aus der «Bilanz»

2007 kam der gebürtige Österreicher und studierte Philologe und Philosoph in die Schweiz, an die Universität Basel, um ein Doktorat zu machen. Doch schon bald sattelte Clemens Maria Schuster um und machte sein Hobby seit den frühen 90er-Jahren, das Internet, zum Beruf, wie er sagt. Zuerst im Sold einer NGO (World Vision Schweiz), für die er digitales Fundraising und Social-Media-Kampagnen konzipierte, dann in seiner eigenen, auf digitale Kommunikation spezialisierten Agentur. 2018 gründete Schuster gemeinsam mit Thomas Gemperle politik.ch – eine Plattform, die sämtliche öffentlich zugänglichen nationalen und kantonalen Daten aus dem Schweizer Politikbetrieb zusammenführt, strukturiert und übersichtlich aufbereitet präsentiert. Er stellt mit politik.ch erstmals unter Beweis, dass ein erfolgreiches Geschäftsmodell auf der Basis von offenen Daten (“open data”) funktioniert. Kunden sind Parteien, Verbände, Interessenorganisationen, Unternehmen, NGOs, Lobbyisten, Campaigner und Politikberater – also letztlich alle, die sich für politische Prozesse interessieren respektive bei Bedarf darauf Einfluss nehmen wollen. Sie bekommen für ihre Jahresabonnements jede neue Information zu ihren Interessensgebieten, verpassen keinen Termin mehr, sind mit drei Klicks wieder à jour, wo das Geschäft oder die Vernehmlassung stecken. Was das nun bedeutet und welche Aktivitäten nun gefordert seien, das überlässt Schuster seinen über 30 Kunden mit über 300 Benutzerinnen und Benutzern respektive deren Politstrategen. Denn seine Plattform macht keine Beratung, sie liefert nur die Datengrundlage. «Man muss Maschinen tun lassen, was Maschinen gut können», sagt er, «und Menschen, was Menschen gut können».

Quelle: https://www.handelszeitung.ch/people/clemens-maria-schuster

Unsere herzliche Gratulation!

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