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Was sagt die Schweizer Politik zu Home Office?

Was sagt die Schweizer Politik zu Home Office?

Wie geht die Schweizer Politik mit der aufkommenden Arbeitsform um? Wie behalten Sie den Überblick zu politischen Vorstössen, welche sich mit Homeoffice befassen? Hier einige Fragen, die mit politik.ch schnell beantwortet sind.

  • Fühlt sich der Bund verpflichtet, Home Office zu fördern?

Der Bund sieht sich nicht verpflichtet, Homeoffice zu fördern. Dies wird unter anderem in der Medienmitteilung vom 26. August 2020 ersichtlich, welche die Interpellation 20.3860 von SVP-Nationalrat Thomas Burgherr beantwortet.

  • Sieht der Bundesrat gesetzgeberischen Handlungsbedarf für diese neue Arbeitsform?

Der Bundesrat sieht keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf bei Homeoffice, da „die geltende Gesetzgebung insgesamt befriedigende Antworten auf die rechtlichen Probleme der Telearbeit gibt”. Dies teilt er am 18. November 2020 mit bezüglich der Interpellation 20.4029 von Grünen-Nationalrätin Greta Gysin, die Massnahmen für eine bessere Regelung und zum Gesundheitsschutz der Angestellten angefragt hatte. Ähnlich reagiert hat der Bundesrat auf das Postulat 20.3529 von SP-Nationalrat Mathias Reynard. 

  • Wie sieht die Situation langfristig für Grenzgänger aus, bleiben diese in der Schweiz sozialversichert wenn sie von zu Hause aus arbeiten? 

Die langfristige Situation für Grenzgänger im Homeoffice bleibt ungewiss. GLP-Nationalrätin Corina Gredig hat am 25. September 2020 die Interpellation 20.4218 eingereicht zur Klarstellung der langfristigen Situation für Grenzgänger: Wie sind Steuer- und Sozialversicherungsstatus nach Übergangsmassnahmen wegen Covid-19? Der Bundesrat hat am 11. November 2020 geantwortet, dass das eidgenössische Finanzdepartement eine Anpassung der geltenden Steuervorschriften prüfen will.

  • Können Sie bald Steuern abziehen für Ihr Arbeitszimmer zu Hause? 

Laut der Antwort vom 19. August 2020 auf die Interpellation 20.3522 möchte der Bundesrat Homeoffice steuerlich nicht fördern und keine neuen Abzüge schaffen. Da dennoch negative steuerliche Anreize anfallen im Homeoffice, möchte er das geltende Recht zu den Berufskosten überprüfen und neutraler verfassen.

  • Wie handhaben einzelne Kantone die Situation?

9 Kantone diskutieren über ähnliche Vorstösse wie auf Bundesebene betreffend der Förderung, Besteuerung und Evaluierung von Homeoffice. Wallis, Bern und Aargau haben mit je drei Vorstössen in den letzten 12 Monaten die meisten.

Folgende Vorstösse erschienen als Suchresultat zu („Home Office“ OR „Home-Office“ OR „Homeoffice“ OR „Telearbeit“ OR „Heimarbeit“).
National: 20.4218, 20.3864, 20.3844, 20.3646, 20.3529, 20.3860, 20.3522, 20.4029, 20.5595, 20.3308, 20.3188
Kantonal: AG: 20.88, 20.296, 20.108, BE: 2020.RRGR.169, 2020.RRGR.184, 2020.RRGR.198, BL: 2020/329, 2020/448, LU: A 258, P 247, SH: 2020/25, SO: 0111-2020, 0079-2020, VD: 2020.09_POS_2020.06.196, 2020.09_POS_2020.06.188, 2020.11_MO_2020.11.355, ZG: 3128, ZH: 318/2020, 393/2020

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